ERDE MENSCH GEWISSEN

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


17.09.21 19:00 - 14.11.21 11:00

Veranstaltungsort


 Die Christengemeinschaft
Alpeneggstrasse 18
3012 Bern

Veranstalter


 Christengemeinschaft
Alpeneggstrasse 10
3012 Bern

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 wandtafelzeichnungen.ch
Vernissage: Begrüssung Anand Mandaiker, Impressionen zu den Wandtafelzeichnungen von Rudolf Steiner, komponiert und gespielt von Stefan Werren, Eurythmiebeitrag Regula Werren / Karl Johan Gervin

Rudolf Steiner (1861 – 1925), zunächst als Goetheforscher, Philosoph und Literaturkritiker, später als Anthroposoph, Schulgründer und Sozialreformer bekannt geworden, hat während seiner mehr als 5’000 frei gehaltenen Vorträge immer wieder auch die Wandtafel benutzt, mal, um einen Begriff, einen Namen oder eine Jahrzahl hervorzuheben, mal, um komplexen Sachverhalt aufzubauen oder zu entschlüsseln, oder auch nur, um einen Gedanken durch eine zeichnerische Geste zu beleben. Häufig wurden zunächst schlicht angelegte Skizzen im Laufe der Rede immer weiter ausgestaltet, so dass schliesslich ein „imaginativ, farbig fliessendes Gesamtbild (Assja Turgenjeff) entstand. Steiner liebte die Durchlässigkeit der Gedanken und setzte vor allem auf deren Vermittlungskraft: Von der Philosophie hin zur Naturwissenschaft, vom Menschen zum Kosmos, von der Religion zur sozialen Wirklichkeit.

Dass mehr als 1’000 Wandtafelbilder erhalten geblieben sind, ist der Initiative einer Zuhörerin von Steiners Vorträgen, Emma Stolle, zu verdanken, auf deren Veranlassung hin hatte man etwa ab 1916 begonnen, die Tafeln mit schwarzem Papier zu bespannen. Vielfach standen dem Redner zwei oder gar drei auf diese Weise präparierte Tafeln zur Verfügung. War die Rede beendet, wurden diese mit weisser oder farbiger Kreide ausgeführten Zeichnungen auf dem Papier fixiert, datiert und aufbewahrt.
Seit der ersten Ausstellung ausserhalb der Archivmauern in der Kölner Galerie Monika Sprüth im Sommer 1992 sind die Wandtafelzeichnungen von Rudolf Steiner in vielen bedeutenden Museen zu sehen gewesen, so im Lenbachhaus München, im Kunstmuseum Bern, in der Albertina Wien, in der Narodi-Galerie Prag, im Watari Museum of Contemporary Art Tokyo, im University Art Museum Berkley, im Kunsthaus Zürich und im Museo Nacional de Bellas Arte in Buenos Aires. Es ist wohl die geistige Präsenz der Tafelzeichnungen und die Unmittelbarkeit ihrer Bildwirkung, die diese späte Entdeckung Steiners für und durch die heutige Kunstwelt möglich machten und die nicht selten auch Irritationen auslösten, die der Kunstkritiker Günter Metken vielleicht am treffendsten deutete mit der Bemerkung: „Das Auftauchen dieser siebzig (heute hundert) Jahre alten, doch ganz frischen und stimmigen Denkbilder gehört vermutlich zu den Anstössen, deren unser orientierungslos gewordenes Fin de siècle bedarf.“

„Erde Mensch Gewissen“ – Rudolf Steiner, Wandtafelzeichnungen 1919 – 1924“ ist eine Ausstellung in der Christengemeinschaft und getragen durch folgende Institutionen: Johannes Zweig Bern, Parzivalzweig Ittigen, Friedrich Eymann Zweig Langnau, Die Christengemeinschaft Bern, Humanushaus Beitenwil, Pflegestätte für musische Künste Bern, Rudolf Steiner Schule Ittigen, Stiftung Rüttihubelbad Walkringen, Therapeutikum Bern

Weitere Informationen zu Vorträgen und Workshops finden Sie unter: www.wandtafelzeichnungen.ch




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